Beckenboden-Kongress
13. Dezember 2021

 

Prüfung der Tiere

Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere eine Schule. Der Unterricht bestand aus Rennen, Klettern, Fliegen und Schwimmen. Alle Tiere wurden in allen Fächern unterrichtet.

Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als der Lehrer. Im Fliegen war sie durchschnittlich. Aber im Rennen war sie ein besonders hoffnungsloser Fall. Da sie in diesem Fach so schlechte Bewertungen hatte, musste sie nachsitzen. All ihre Energie wurde auf das Rennen fokussiert. Sie musste sogar den Schwimmunterricht ausfallen lassen, um das Rennen zu üben. Das tat sie so lange, bis sie im Schwimmen nur noch durchschnittlich war. Durchschnittliche Noten waren jedoch akzeptabel, darum machte sich niemand Gedanken darum. Außer die Ente, die sehr traurig über ihre Leistungen war.

Das Kaninchen traf es noch schlimmer. Es war anfänglich im Laufen an der Spitze der Klasse. Es bekam aber einen Nervenzusammenbruch und musste von der Schule abgehen – wegen des vielen Nachhilfeunterrichts im Schwimmen.

Der Adler wurde als unkontrollierbarer Problemschüler angesehen. Er wurde unnachgiebig und streng gemaßregelt, insbesondere in der Kletterklasse, in der er stur darauf bestand, seine eigene Methode anzuwenden. Obwohl er damit der Schnellste war und stets als allererster den Wipfel eines Baumes erreichte, setzte er sich über die allgemein gültigen Vorgehensschritte hinweg. Damit waren die Lehrer nicht einverstanden, insbesondere da sie ihm gemäß Reglement damit Einsen im Klettern vergeben mussten. So verschriftlichten sie kurzerhand die korrekten Vorgehensschritte im Reglement.

Das Eichhörnchen war Klassenbester im Klettern. Aber sein Fluglehrer ließ ihn seine Flugstunden am Boden beginnen, anstatt vom Baumwipfel herunter. Es bekam Muskelkater durch Überanstrengung bei den Startübungen und immer mehr mittelmäßige Zensuren im Klettern und mangelhafte im Rennen.

Die mit dem Sinn für’s Praktische begabten Präriehunde gaben ihre Jungen zum Dachs in die Lehre, als die Schulbehörde es ablehnte, Buddeln in den Unterricht aufzunehmen.

Am Ende des Jahres hielt ein anomaler Aal, der gut schwimmen und durch seine Aalglätte etwas rennen, etwas klettern und etwas fliegen konnte, als Schulbester die Schlussansprache.

Kommt dir das bekannt vor? Hast du auch ein Ente-, Kaninchen-, Adler-, Eichhörnchen-Kind? Und bist ratlos, wie du dein Kind mit seinen Talenten so unterstützen kannst, dass es sie ausbauen, nutzen und sein Potential leben kann? Du denkst das geht nicht, weil dein Kind damit nicht in die sogenannte „Norm“ passt? -> vereinbare gerne ein erstes kostenfreies Beratungsgespräch mit mir.

Mit meinem Newsletter erhältst du ein- bis zweimal im Monat wertvolle Tipps und Impulse unter anderem zu den Themen Lernen und Entwicklung.

Hier kannst du dich anmelden.